Verführung ist eine Wahlvon David ServantIn der E-Lehre von letztem Monat betrachteten wir, was wir tun sollen, damit wir nicht durch falsche geistliche Führer verführt oder verleitet werden, diese Wölfe im Schafpelz, vor denen uns Jesus gewarnt hat. Offensichtlich will Gott nicht, in der Tat niemand, dass wir in geistlichen und ewigen Angelegenheiten verführt werden. Er will, dass jeder die Wahrheit kennt und glaubt (siehe 1. Tim. 2:4). Aus diesem Grund sind wir versucht zu fragen: Wenn Gott nicht will, dass jemand verführt wird, warum macht er dann nicht der Verführung und den Verführern einfach ein Ende? Die Antwort der Bibel zu dieser Frage ist sehr interessant und sie öffnet uns eine ganze Reihe von Einblicken zur Bedeutung des Lebens überhaupt. Bevor wir jedoch die Antwort der Schrift betrachten, lasst uns einige grundlegende Prinzipien über Wahrheit und Verführung verstehen. Lasst uns zuerst die unbestreitbare Tatsache anerkennen, dass, wenn Er es so wollte, könnte Gott sowohl jedem Verführer als auch jeder Verführung ein Ende machen. Etwas anderes zu sagen ist gleichbedeutend wie wenn man sagen würde, dass Gottes Macht begrenzt ist und dass es im Universum eine Kraft gibt, die stärker ist als Derjenige, welcher das Universum geschaffen hat. Das scheint eher unwahrscheinlich. Damit würde natürlich direkt dem widersprochen, was die Bibel über den allmächtigen Gott sagt. Zweitens, lasst uns anerkennen, dass Gott offensichtlich nicht alle Verführer und Verführung stoppt, klar belegt durch die Menge von Verführern und verführten Menschen. Und drittens lasst uns anerkennen, dass alle verführten Menschen glauben, dass sie nicht verführt sind. Wenn verführte Menschen wüssten, dass sie verführt sind, dann wären sie nicht verführt. Gleichermaßen glauben verführte Menschen, dass nicht verführte Menschen verführt sind. Das ist die Natur der Verführung und deren Ergebnis ist natürlich ein Konflikt zwischen den Verführten und den nicht Verführten. Deshalb die berechtigte Frage: Wenn alle verführten Menschen glauben, dass sie nicht verführt sind, wie kann dann jemand sicher sein, dass er nicht verführt ist, vor allem was wichtige geistliche und ewige Angelegenheiten betrifft? Eines der wunderbaren Dinge des Christentums ist, dass es auf göttlicher Offenbarung gegründet ist. Deshalb liefert es eine Grundlage, sodass jemand sicher sein kann, dass er in Bezug auf Gott, Seinen Willen oder Seinen Plan nicht verführt ist. Wenn jemand, der eine Religion außer dem Judentum oder dem Christentum verteidigt, mir sagt, was der Gründer dieser speziellen Religion gelehrt hat, dann pflege ich zu fragen: "Wie kannst du sicher sein, dass dein Gründer ein wahrer Botschafter von Gott war, der die absolute Wahrheit sprach?" Jeder kann, selbstverständlich, behaupten, dass Gott zu ihm gesprochen hat und viele taten das auch. Dies wissend, wäre es vernünftig zu denken, dass, wenn Gott der gesamten Menschheit eine wichtige Botschaft durch eine Person senden will, dann würde Er eine heilige Person auswählen und diesen heiligen Botschafter mittels einiger sehr überzeugender Wunder bestätigen. Dann könnten wir sicher sein, dass wir nicht verleitet würden von jemandem, dessen Botschaft gar nicht von Gott ist. Und so war es auch. Gottes bedeutendste Botschafter in der Geschichte waren heilig und sie wurden durch sehr überzeugende Wunder bestätigt. Jesus ist natürlich das erstklassigste Beispiel dafür. Welcher große Religions-Gründer der Geschichte hat einen derartigen Ruf für Wunder, sodass er mit Jesus einigermaßen mithalten könnte? Welche öffentlichen Zeichen und Wunder der göttlichen Gutheissung wurden durch Mohammed oder Buddha oder Konfucius vollbracht? Durch dieses eine Kriterium verwerfen weise Leute alle drei als wahre Botschafter, die von Gott gesandt wurden. Aber sind Wunder ein sicheres Kriterium, um zu beurteilen, ob ein Botschafter von Gott gutgeheissen ist oder nicht? Absolut nicht. Wie ich letzten Monat erwähnte, hat Jesus genau davor gewarnt. Er sprach von Propheten, welche in Seinem Namen Wunder wirken würden, die jedoch schlussendlich in die Hölle geworfen werden, weil Er sie nie gekannt hat (siehe Matt. 7:15-23). Daraus leiten wir drei wichtige Wahrheiten ab: #1: Falsche geistliche Führer können manchmal Wunder vollbringen. #2: Gottes wahre Botschafter sind immer heilig. #3. Wir sind sehr töricht, Wunder-Wirkern nachzufolgen, sogar denjenigen, die Wunder im Namen Jesu wirken, es sei denn, wir sind sicher, dass sie heilige Leben leben. Zurück zu den ursprünglichen FragenDer Warnung Jesu betreffend Wölfe in Schafpelz ähnlich ist Gottes Warnung durch Mose in 5. Mose 13:2-5. Aber dort entdecken wir einen Grund, warum Gott nicht alle Verführer und Verführung stoppt:
Ein sehr ernüchternder Gedanke! Gott erlaubt es einem falschen, unheiligen Botschafter ein Wunder zu wirken, um uns zu testen – um herauszufinden, was in unseren Herzen ist. Was für eine Offenbarung über das Herz von Menschen, wenn sie sich versammeln, um falschen Lehrern zuzuhören, welche sie, zum Beispiel, versichern, dass diejenigen, welche unheilig sind, eines Tages Gott sehen werden oder dass Gott sie segnen will, damit sie sich mehr irdische Schätze anhäufen können – alles in direktem Widerspruch zu dem, was die Schrift bezeugt (siehe Matt. 5:8; Hebr. 12:14; Matt. 6:19-20). Es scheint, dass vielleicht die Warnung von Paulus an Timotheus erfüllt wird:
Die Lehrer, zu denen wir hingezogen werden, offenbaren unsere wahren Wünsche. Wie Jesus einmal in Bezug auf diejenigen sagte, welche in den letzten Tagen zu den falschen Messiassen hinzugezogen sein werden: "Wo das Aas ist, da werden sich die Geier versammeln (Matt. 24:28). Nur unreine Vögel rotten sich zusammen, um über ein Aas zu feiern. Gleicherweise fühlen sich nur Menschen, die ein Verlangen haben, Lügen zu glauben, zu Verführern hingezogen. Verführung ist eine Wahl. Niemand muss getäuscht bleiben. Diejenigen aber, welche es wählen, verführt zu werden, offenbaren ein Problem des Herzens. Deshalb ist es so oft fruchtlos, mit verführten Menschen mit Tatsachen und Beweisen, welche klar ihre Verführung belegen, zu argumentieren. Ihr Problem ist nicht das Verstehen im Kopf oder die Logik. Ihr Problem ist ihr Herz. Sie lieben die Finsternis, wie es Jesus sagte (Joh. 3:19), deshalb kommen sie nicht zum Licht. Das trifft nicht nur für diejenigen zu, die große falsche Religionen angenommen haben. Es ist genauso wahr für viele innerhalb des Christentums. Der Grund, warum "Wohlstands- und Erfolgs-Prediger" so großen Zulauf haben, ist, weil es so viele habgierige Menschen gibt – Böcke, welche sich selbst getäuscht haben, indem sie denken, dass sie Schafe sind. Sie geben dem Mammon einen neuen Namen: Jesus Christus. Was für eine erstaunliche Verführung im Lichte all der Bibelverse, welche direkt dem widersprechen, was nun so vielerorts angenommen wird! (Um einen Blick auf die vielen Verse zu werfen, welche diese populäre Verführung entlarven, siehe unter www.shepherdserve.org/stewardship.htm) Der Grund, warum viele "Billige Gnade" und "Gott-ist-nur-Liebe-und-kein-Zorn" Gemeinden so stark gewachsen sind, ist, weil es so viele stolze Menschen gibt, welche nicht Busse tun wollen – Menschen, die an einen Gott glauben, der eigentlich gar nicht existiert, und an ein Evangelium, das man nicht in der Bibel finden kann. Während sie schlecht sprechen von denjenigen, welche Christus hingegeben sind, als "unausgeglichen" oder "fanatisch" oder "heiliger-als-du", beanspruchen sie für sich, bibelgläubige Christen zu sein. Was sie nicht bemerken (weil sie es nicht wollen) ist, dass sie eigentlich den Jesus der Bibel hassen, während sie behaupten, Ihn zu lieben. Der Grund, warum einige Hausgemeinden (nicht alle) in Nordamerika so attraktiv sind, ist, weil nicht hingegebene, bekennende Christen die anspruchsloseste Form des Christentums auf dem Planeten gefunden haben. Sie hängen zusammen einfach herum und nennen es Christentum. Opferteller werden nie herumgereicht, lob den Herrn! Es braucht auch keine Pastoren! Und wie angenehm ist es, alles zu ignorieren, was Jesus über eine hingegebene und kostspielige Jüngerschaft gesagt hat. In jedem dieser Fälle sind bekennende Christen nicht weniger verführt als Muslime, Buddhisten oder Hindus. Christus wurde aus dem Christentum weggenommen. Wenn Er das ist, dann ist alles, was bleibt, "Ich-tum", die Religion der Hingabe an Mich. Weiß Gott nicht bereits alles?Die Warnung von Mose in 5. Mose 13:2-5 wirft eine Frage auf. Wenn Gott alles weiß, warum hat Er gesagt, dass falsche geistliche Führer für Ihn ein Mittel sein können, um "herauszufinden", ob wir Ihn mit unserem ganzen Herzen lieben? Die einfache Antwort auf diese Frage ist, dass Gott uns nicht als vorprogrammierte Roboter geschaffen hat. Unsere Auswählen sind genau das – unsere Auswählen. Gott zu lieben ist etwas, das wir auswählen zu tun oder auswählen nicht zu tun. Gott muss uns deshalb testen, um zu sehen, was wir auswählen. Gewiss sah Gott vor, was wir tun würden, aber Sein Voraussehen gründet sich auf den Ergebnissen unserer Tests. Wenn es kein Ergebnis gäbe, dann wäre da nichts, was Gott voraussehen kann. Hier ist ein Beispiel. Wenn jemand eine Münze hundertmal emporwerfen würde und ich jedesmal richtig voraussagen könnte, ob es Kopf oder Zahl sein wird, dann wäre er überzeugt, dass ich die Zukunft voraussagen könnte. Aber wenn er dann sagte: "Ich werde die Münze nicht mehr emporwerfen, aber wenn ich es täte, was wäre dann das Ergebnis?" Ich könnte darauf nur antworten: "Es wäre entweder Kopf oder Zahl." Der Grund ist, dass ich nur die Zukunft voraussagen kann und es gibt nichts zum Voraussehen in der Zukunft betreffend des Ergebnisses des Emporwerfens der Münze, welches gar nie geschah. Ebenso kann Gott Ereignisse nicht voraussehen, die in der Zukunft nie geschehen, genauso wenig wie er Ereignisse kennen kann, die in der Vergangenheit gar nie geschehen sind. Deshalb müssen alle freien moralischen Wesen getestet werden, damit Gott wissen kann (und so voraussehen), was in ihren Herzen ist. Es gibt viele spezifische Fälle in der Bibel, wo Gott die Menschen testet, um herauszufinden, was in ihren Herzen ist. (siehe 1. Mose 22:1-12; 2. Mose 15:25; 16:4; 5. Mose 8:16; Richter 2:21-22; 3:1: 2. Chron. 32:31; Ps. 11:4-5; Sprüche 17:3; Jerm 17:10; Joh. 6:6; Off. 3:10) Vor einigen Jahren habe ich ein ganzes Buch zu diesem Thema geschrieben, sein Titel Die Teste Gottes, welches gelesen oder heruntergeladen werden kann unter www.shepherdserve.org/gods_tests.htm.) Auf den Punkt gebracht ist das der Zweck des Lebens. Wenn du das Ende deiner Bibel gelesen hast, weißt du, dass Gott etwas ewig Besseres aufbewahrt hat für Leute, welche Ihn mit ihrem ganzen Herzen lieben. Dieses Leben ist nur ein Test. Gott testet freie moralische Wesen, um zu sehen, wer qualifiziert ist oder nicht für Sein zukünftiges ewiges Reich. Die einzigen, die qualifiziert sind, sind diejenigen, welche durch Seine Gnade umgewandelt wurden, durch Glauben an eine einzigartige Person – den Herrn Jesus Christus. Diese umgewandelten Menschen lieben Ihn von ganzem Herzen und deshalb folgen sie nicht Führern, welche Ihn nicht mit ihrem ganzen Herzen lieben, wie es durch ihre Frucht offenbart wird. Ein letzter wichtiger Gedanke...Wir lernen auch von Versen wie 5. Mose 13:2-5, dass Gott nicht eine Art Röntgen-Blick gebraucht, um zu erkennen, was in unseren Herzen ist. Er muss nicht viel tiefer als auf die Oberfläche unserer Haut schauen, weil unsere äußeren Taten unseren inneren Zustand offenbaren. Jesus sagte das Selbst auf verschiedene Weise:
Was aus unseren Münden kommt...was wir mit unserem Geld tun...wie wir der Bergpredigt gehorchen...sowie welche Gemeinden wir besuchen und welchen geistlichen Führern wir nachfolgen...alles offenbart den Zustand unserer Herzen vor Gott. Außerdem bestimmt der Zustand unserer Herzen, ob wir empfänglich sind für Verführung oder nicht und unsere Empfänglichkeit für Verführung entscheidet schließlich unser ewiges Schicksal. Wie Jesus sagte: "Glückselig, die reinen Herzens sind, denn sie [und offenbar nur sie] werden Gott schauen (Matt. 5:8, Betonung hinzugefügt).
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